Die Pianistin Liese Klahn erhielt ihre solistische Ausbildung bei Eliza Hansen und Karl-Heinz Kämmerling und nahm 1976 am Beethoven-Meisterkurs bei Wilhelm Kempff in Positano teil. Zusätzlich studierte sie Cembalo und besuchte Kurse von Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt. 1988 erfolgte die Gründung des »ensemble incanto«, mit dem sie zahlreiche Konzerte bei internationalen Festivals gab. Tourneen führten das Ensemble in die USA, nach Südamerika und in den Nahen Osten gab. Zu der umfangreichen Diskographie des »ensemble incanto« zählen Aufnahmen u.a. mit Werken von Messiaen, Hindemith, Schumann, Bruch und Brahms.

Liese Klahn ist eine gefragte Kammermusikpartnerin und war langjährig beispielsweise Sabine Meyer und dem Wiener Streichsextett verbunden. Einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit setzt die Pianistin auf die Liedbegleitung; zu ihren Partnern gehören unter anderem Juliane Banse, Thomas Quasthoff, Christiane Karg, Stephan Genz, Christiane Iven, Mario Hoff, Marietta Zumbült, Anja Silja und Thomas Stimmel. In künstlerischen Produktionen arbeitete sie mit Peter Härtling, Durs Grünbein, Bruno Ganz, Jens Harzer, Jo Ann Endicott, Helge Leiberg, Barbara Sukowa und Irwin Gage zusammen. Die Pianistin gastierte u.a. beim Beethovenfest Bonn, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Carinthischen Sommer und dem Schleswig-Holstein Musikfestival.

Seit 2002 ist Liese Klahn künstlerische Leiterin von »MelosLogos«, dem Festival für Musik und Literatur der Klassik Stiftung Weimar und seit 2015 der Konzertreihe »Klingendes Schloss« in Weimar. Ihr besonderes Interesse gilt den historischen Tasteninstrumenten, deren reiche klangliche Ausstrahlung sie in Liederabenden, Kammermusikkonzerten und CD-Produktionen einem breiten Publikum vermittelt. Im Sommer 2018 nahm sie an drei verschiedenen Hammerflügeln alle Beethoven-Cellosonaten zusammen mit dem Cellisten Peter Hörr auf.

bild liese